So lautete der Slogan, mit dem auf Plakaten und Broschüren für das Programm „Lokales Kapital für soziale Zwecke“ geworben wurde.
„Lokales Kapital für soziale Zwecke“ bezeichnete dabei den niederschwelligen Ansatz eines Förderprogramms, das mit anderen Förderinstrumenten kaum vergleichbar war. Den Bürgerinnen und Bürgern des Fördergebietes ein starkes Mitspracherecht und sogar die Verwendung der Mittel an die Hand zu geben, das war in einer kommunalen Verwaltung nicht üblich.
Ein Fördergrundsatz war das „Gender-Mainstreaming“: bei allen Projekten, Vorhaben und Entscheidungen sollte die Auswirkung auf die Geschlechter und ihre unterschiedliche Interessenlage berücksichtigt werden. Bei mir hat das die Neugier und das Interesse an dem Programm gesteigert, besonders weil diese Aufgabe immer noch auf vielen Ebenen – ob Kommune, Land oder Bund – auf Widerstände und Hindernisse stößt.
Das Selbsthilfepotenzial bei Einzelnen und in der Gruppe stärken, Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit finden und den Mut entwickeln, Neues auszuprobieren: das sind vertraute Instrumentarien, um Menschen in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Doch dafür die notwendigen Mittel zur Verfügung zu haben, hilfreiche Kolleginnen und Kollegen im Rathaus, einen Begleitausschuss mit Engagement und Humor sowie fachkompetente Träger, denen das für beide Seiten ungewohnte Verwaltungs- und Abrechnungsverfahren nicht zuviel wurde, das hat mir in meiner Arbeit durchaus Freude bereitet.
An dieser Stelle gilt mein ganz persönlicher Dank den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Regiestelle in Berlin, denen keine Nachfrage zuviel wurde und die im Laufe der Förderperioden das Vertrauen in die innere Programmlogik aufgebaut und gestärkt haben.
Katharina Brückmann
Koordinatorin „Lokales Kapital für soziale Zwecke“
