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Die Fördergebiete in Völklingen

Die Stadt Völklingen liegt im Regionalverband (ehemals Stadtverband) Saarbrücken und ist mit 40.060 Einwohnern/innen (am 31. März 2008) die viertgrößte Stadt im Saarland. Sie liegt im Verdichtungsraum Saar, umfasst eine Fläche von 67,1 qkm und grenzt an die Landeshauptstadt Saarbrücken.

Noch immer ist Völklingen vor allem ein wichtiges Zentrum der Stahlindustrie. Die stillgelegten Teile der Alten Hütte sind als UNESCO-Weltkulturerbe ein Ort höchst spannender Begegnungen mit Techno-logiegeschichte und Industriekultur.

Das Programmgebiet der „Sozialen Stadt“ in Völklingen wurde mehrmals erweitert. Der Erstantrag des städtischen Bauamtes für eine Förderung durch das Bundesprogramm „Lokales Kapital für soziale Zwecke“ vom Juni 2003 bezog sich auf das Programmgebiet „Unteres Wehrden“. Auf Antrag der Koordinierungsstelle im Mai 2004 wurde es um die Programmgebiete „Wehrdener Berg“ und „Völklingen-Innenstadt“ erweitert. Später folgten noch kleinere Ergänzungen des Programmgebietes „Innenstadt“ um einzelne Straßenzüge.

 

Das Fördergebiet Wehrden

Wehrden ist mit 5.431 Einwohnerinnen und Einwohnern der drittgrößte Stadtteil von Völklingen. Das Fördergebiet Wehrden betrifft das sog. Unterdorf (Unteres Wehrden) und den Wehrdener Berg. In den Grenzen des Programmgebiets Wehrden leben insgesamt 3.327 Einwohner/innen (davon 1.876 im Unteren Wehrden und 1.451 auf dem Wehrdener Berg). Zusammen sind dies 8,2% der städtischen Bevölkerung.

Trotz der Kleinräumigkeit des Gebietes (9,5 qkm) weist es unterschiedliche Strukturen auf: Die Zahl der ausländischen Bürgerinnen und Bürger konzentriert sich vor allem im Programmgebiet „Unteres Wehrden“. Der Ausländeranteil beträgt dort derzeit ca. 30%. Dabei ist zu bedenken, dass in der Statistik keine eingebürgerten Personen mit Migrationshintergrund berücksichtigt werden, sondern nur Personen mit einer nichtdeutschen Staatsbürgerschaft. Demzufolge ist von einer deutlich höheren Zahl an Bewohnern/innen mit einem Migrations­hintergrund auszugehen.
Auf dem „Wehrdener Berg“ leben die meisten Ausländer/innen in der Schaffhauser Straße (15,2 %), Diese Hauptstraße verbindet den Wehrdener Berg mit dem Unteren Wehrden. Nur wenige Bürger/innen mit ausländischer Staatsbürgerschaft (zwischen 3,2% und 5,8%) leben im übrigen Quartier.

Die Fördergebiete Wehrdener Berg und Unteres Wehrden unterscheiden sich auch in ihrer Altersstruktur. Im Kerngebiet des Unteren Wehrden leben mehr jüngere und weniger ältere Bewohner/innen: Die Altersgruppe der 0 – 18-jährigen ist hier mit 21,6% vertreten, die der über 65-jährigen mit 20,6%. Dagegen leben auf dem Wehrdener Berg mehr ältere und weniger jüngere Bewohner/innen: Die Altersgruppe der 0 – 18-jährigen ist dort mit 18,7% vertreten und die der über 65-jährigen mit 22,9%.
Zusätzlich gibt es innerhalb des Gebietes Wehrdener Berg Unterschiede in der Zusammensetzung.

An der stark befahrenen Schaffhau-ser Straße mit großen baulichen Mängeln wohnen mehr jüngere Personen (22,3%) als im restlichen Programmgebiet Wehrdener Berg. In dieser Wohnlage leben vor allem Ausländer/innen und sozial Benachteiligte mit Kindern.

Der „Wehrdener Berg“ ist geprägt durch den Geschosswohnungsbau der städtischen Wohnungsgesellschaft (GSW), durch drei weitgehend leer stehende Schlichtwohnungs­bauten der GSW und das städti-sche Gebäude Zilleichstraße 2. Dort sind eine Unterkunft der Stadt Völk-lingen für Obdachlose und Durchwanderer sowie ein Gemeinwesenprojekt in Trägerschaft des Caritasverbandes für Saarbrü-cken und Umgebung e.V. angesiedelt.

Für das Untere Wehrden ist eine hoher Leerstand von Ladengeschäften kennzeichnend. Auf elf Geschäfte kom-men 17 Leerstände. Die Mehrzahl der Gebäude ist ungepflegt und verschmutzt und weist große Mängel in der Bausubstanz auf. Neben den städtebaulichen Mängeln sind weitere Defizite in der sozialen Infrastruktur gegeben.

 

Das Fördergebiet Innenstadt

Unter den insgesamt zehn Stadtteilen ist die Völklinger Innenstadt mit insgesamt 12.441 Einwohnerinnen und Einwohnern der größte Stadtteil. Das Fördergebiet „Innenstadt“ umfasst den Geschäftsbereich der eigentlichen City bis zum Bahnhof mit zahlreichen Ladenleerständen, den östlich daran angrenzenden Bereich mit öffentlichen und sozialen Einrichtungen sowie eine Erweiterung um zwei nördlich angrenzende gründerzeitliche Wohnquartiere.

In den Grenzen des Programmgebietes (5,4 qkm) leben 5.429 Einwohner/innen, das sind 13,3% der städtischen Bevölkerung. Von ihnen sind zwischen 29,1% und 33,3% ausländischer Herkunft. Auch hier ist von einer deutlich höheren Zahl von Bewohnern/innen mit Migrationshintergrund auszugehen, da eingebürgerte Migranten/innen statistisch nicht berücksichtigt sind. Außerhalb des Fördergebietes ist der Ausländer-anteil in der Innenstadt geringer und liegt zwischen 10,6% und 18,8%.

Das Fördergebiet Innenstadt ist das jüngste der Gesamtstadt. Ende 2005 waren durchschnittlich 19,4% aller Einwohner/innen in Völklingen zwischen 0 und 18 Jahren alt. Im Fördergebiet Innenstadt ist diese Altersgruppe der 0 – 18-jährigen mit 26,7% bis 29,0% deutlich am stärksten vertreten. Der Anteil der über 65-jährigen an der Bevölkerung im Fördergebiet liegt zwischen 11,3% und 15,9%. In Teilbereichen des Fördergebietes ist die Bewohnerschaft jedoch deutlich älter: vor allem im Umfeld der Krankenhäuser leben viele Personen über 65 Jahre (29,8%).

Im Fördergebiet Innenstadt verstärken sich soziale, ökonomische und städtebauliche Mängel gegenseitig. Neben dem hohen Anteil ausländischer Mitbürger/innen sind ein hoher Anteil sozial schwacher Bewohner/innen, anhaltend hohe Laden- und Wohnungsleerstände sowie starke Mängel in der Bausubstanz für das Gebiet kennzeichnend.


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